6 Handlungsfelder für Führungskräfte in Zeiten von Innovation und Digitalisierung

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6 Handlungsfelder für Führungskräfte in Zeiten von Innovation und Digitalisierung

Verantwortung abgeben, mehr Eigenverantwortung bei Mitarbeitern fördern, neue Innovationen entwickeln, schneller werden… Führungskräfte sind mehr gefordert denn je. Auf der einen Seite sollen sie allen Anforderungen aller Mitarbeiter gerecht werden und auf der anderen Seite setzen Innovation und Digitalisierung neue Führungsstile voraus. Aber wo soll begonnen werden? Wie kann man Innovation fördern? Wie kann man in Zeiten der Digitalisierung führen? Welche Schritte sind zu setzen?

6 Handlungsfelder für Führungskräfte um Innovation und Digitalisierung zu ermöglichen

WOLLEN – DÜRFEN – SOLLEN ist ein Modell, dass es schon seit einigen Jahren auf den Markt gibt, wenn es um Innovationsmanagement und Innovationskultur geht. Das erweiterte Modell nach Lukas Rütten ist aus meiner Sicht konkreter und einfacher umsetzbar. Es beschreibt sechs Handlungsfelder im Bereich der Innovationskultur. Durch diese sechs Handlungsfelder ergibt sich ein ganzheitlicher Blick auf die Realisierung und Ermöglichung von Innovation. In diesem Beitrag erfahren Sie mehr zu den 6 Handlungsebenen und erhalten für jedes der Felder konkrete Fragen, die Sie in der Entwicklung eines nachhaltigen Innovationsmanagements begleiten.

Innovationsmanagement braucht eine ganzheitliche Betrachtung

Das Modell teilt sich in zwei Hälften. Ein Teil der Handlungsfelder sind auf der Organisationsebene zu entwickeln. Egal ob es sich um den Innovationszwang, die Innovationsfreiräume oder die Schaffung von Innovationsstrukturen handelt, dafür ist die Organisation verantwortlich.

Um jedoch einen Innovationserfolg zu erzielen, braucht es einzelne Personen im Unternehmen, die die Freiräume nutzen und die Strukturen anwenden. Dafür braucht es jedoch auch den Willen zur Innovation und auch das Können Ideen und Innovationen zu entwickeln. Daher sprechen wir hier von der Individuum-Ebene.

In diesem Beitrag betrachten wir die Organisations-Ebene. Im zweiten Teil (ab 24.10.2018) erhalten Sie die Leitfragen für die Individuum-Ebene.

Handlungsfeld 1: MÜSSEN – Innovationszwang

Das erste Handlungsfeld beschäftigt sich mit dem Bewusstsein das Unternehmen auf Innovation ausrichten zu müssen. Oftmals meinen Manager noch: “Uns geht es gut. Wir haben so viel zu tun, dass wir uns um Innovationen keine Gedanken machen müssen.” Oder “Unser Marktanteil ist hoch, wir sind Marktführer. Da braucht es keine Veränderung.”

Ob Unternehmen wie KODAK, Quelle oder Nokia diese Sätze auch verwendet haben?

Egal welche Branche und welcher Marktanteil vorhanden ist, Unternehmen MÜSSEN über Innovationen nachdenken. Erst, wenn Führungskräften das auch wirklich klar ist, kann Innovation ermöglicht werden.

Folgende Fragen helfen Ihnen dabei:

  • Was bedeutet Innovation für uns? Wie definieren wir Innovation?
  • Warum ist Innovation für unser Unternehmen wichtig?
  • Was wird sich in den nächsten 5 Jahren ändern, wenn wir nicht in Innovation investieren? Welche Auswirkungen wird ein NICHTSTUN haben?

Handlungsfeld 2: DÜRFEN – Innovationsfreiräume

Unternehmen fordern kreative Ideen von Mitarbeitern und sagen “Seid doch mal kreativ”, “Wir brauchen neue Ideen”. Gleichzeitig sagen sie auch “Vergesst aber eure eigentliche Arbeit nicht.” oder “Das Alltagsgeschäft muss trotzdem laufen.”

Innovation braucht Kreativität und Kreativität braucht auch Freiräume – fernab vom Tagesgeschäft. Ideen fallen einem erst in Ruhe- und Entspannungszeiten ein, beim Laufen, Wandern oder kurz vorm Einschlafen. Daher braucht es diese Freiräume auch in der Arbeitszeit um die Kreativität zu entfesseln.

Folgende Fragen helfen Ihnen dabei:

  • Welches Umfeld müssen wir schaffen um Kreativität ausleben zu können?
  • Welche Ressourcen braucht es?
  • Wie können wir als Führungskraft Innovation fördern? Wie können wir Freiräume schaffen?
  • Wie können wir zumindest einen Tag im Monat für Innovation freischaufeln?

Handlungsfeld 3: SOLLEN – Innovationsstrukturen

Innovation braucht auch Strukturen. Ansonsten kommt es kaum zu einer erfolgreichen Umsetzung von neuen Ideen. Jedoch sollte bedacht werden welche Strukturen auch wirklich Sinn machen. Oftmals scheitern neuartige Ideen an den bisherigen Strukturen – seien es Risikoabschätzungen, Investitionsrechnungen etc.

Innovation braucht die RICHTIGEN Strukturen.

Folgende Fragen helfen Ihnen dabei:

  • Welche Strukturen und Prozesse brauchen wir auf Organisationsebene?
  • Welche Strukturen brauchen unsere Teams um innovativer sein zu können?
  • Welche Strukturen und Prozesse behindern derzeit? Wie können wir diese Strukturen ändern?

Ihr erster Schritt zum ganzheitlichen Innovationsmanagement

Der erste Schritt ist oftmals der Schwierigste. Erst gestern durfte ich mit Führungskräften an den oben angeführten Fragen arbeiten, jedoch war es ein steiniger Weg bis zur ersten konkreten Maßnahme.

Welchen ersten konkreten Schritt setzen Sie noch heute um die Handlungsfelder auf Organisationsebene umzusetzen?

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