Ideen bewerten mit der Portfolio Technik

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Ideen bewerten mit der Portfolio Technik

Ideenworkshops ergeben meistens eine hohe Anzahl an Ideen. Schließlich steht Quantität vor Qualität. Doch wie soll hier die eine Idee gefunden werden? Die Portfolio-Technik ist eine sehr bekannte Technik, wenn es um die Bewertung von Ideen, Produkten und Unternehmen geht. Wie Sie Ideen innerhalb eines Workshops zielorientiert und effizient bewerten, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

Ideen bewerten mit dem Now-Wow-How-Portfolio

In einem Ideenworkshop sollte die Ideenentwicklung strikt von der Ideenbewertung getrennt werden. Man spricht hier vom divergenten und konvergenten Denken. Mehr zu dieser Denkhaltung finden Sie in unserem Blogbeitrag zum Thema Creative Problem Solving.

Um die Vielzahl an entwickelten Ideen auch entsprechend bewerten zu können, empfehlen wir die Verwendung des Now-Wow-How-Portfolios.

Diese Technik ist dem Buch Denkwerkzeuge von Florian Rustler entnommen.

Anwendung des Now-Wow-How-Portfolios in der Ideenbewertung

Diese Technik kann sofort nach der Ideenfindung eingesetzt werden, um eine Vorauswahl an Ideen zu treffen, die Sie weiter betrachten möchten. Dabei unterscheiden Sie drei Kategorien (sofort umsetzbare Ideen (Now), WOW-Ideen mit hohem Potenzial und How-Ideen, deren Umsetzung noch nicht klar ist).

Das Now-Wow-How Portfolio ist eine effiziente Methode um Ideen zu bewerten.

Now-How-Wow Portfolio

Die Achsen des Portfolios können Sie jederzeit individuell an die jeweilige Aufgabenstellung anpassen. In der Praxis haben sich folgende Achsenbezeichnungen bewährt.

Vertikal:

  • Strategierelevanz
  • Zielrelevanz
  • Marktrelevanz
  • Kundenrelevanz
  • Umsetzungswahrscheinlichkeit bzw. Grad der Umsetzung

Horizontal:

  • Originalität der Ideen
  • Innovationsgrad der Ideen
  • Kreativität der Ideen

In Innovationsworkshops verwende ich gerne die Achsenbezeichnung Originalität der Ideen versus Umsetzungswahrscheinlichkeit.

Wichtig ist die genaue Definition der beiden Achsen. Fragen Sie sich dabei was hinter der Bewertungskategorie steckt.

z.B. bei Originalität der Idee: Kreativität, Innovationsgrad, gibt es die Idee schon? Erfüllt die Idee ein Kundenbedürfnis?

z.B. Umsetzungswahrscheinlichkeit: Aufwand bis zur Umsetzung, Wahrscheinlichkeit, dass sich die Idee innerhalb des Unternehmens durchsetzen wird

Vorgehensweise zur Ideenbewertung

  1. Legen Sie zunächst die Achsenbeschriftung fest. Achten Sie dabei vor allem auch darauf, dass jeder weiß was mit der jeweiligen Beschriftung gemeint ist. Das erleichtert Ihnen dann im Anschluss die Einteilung der Ideen.
  2. Sie können auch gerne eine maximale Anzahl pro Kategorie festlegen. Das erspart langwierige Diskussionen und erleichtert eine Einteilung bei einer größeren Menge an Ideen. Tipp: Wenn Sie die festgelegte Anzahl pro Kategorie erreicht haben, dann überlegen Sie welche Ideen wichtiger sind. Welche der Idee kann das Feld auch verlassen?
  3. Nun verteilen Sie die einzelnen Ideen in die vier Felder.
    • Beschreiben Sie kurz die Idee, damit jeder vom selben Bild spricht
    • Entscheiden Sie in welche Kategorie die Idee fällt
    • Begründen Sie warum die Idee in diese Kategorie passt
  4. Entscheiden Sie wie Sie mit den einzelnen Ideen in den Kategorien nun weiter vorgehen möchten.

Diese und viele weitere Techniken zur Ideenbewertung und vor allem auch Ideenentwicklung lernen Sie in unserem Lehrgang zum „Zertifizierten Innovationsmoderator“ vom 25.-29. Juni 2018 in Salzburg. In diesem Lehrgang lernen Sie alles rund um den Methodenkoffer des Creative Problem Solvings kennen und anwenden.

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