In meinen Beratungsprojekten sehe ich immer wieder, dass schon einige Bereiche und Teams agil arbeiten, ohne es zu wissen. Darauf kann meiner Meinung nach aufgebaut werden. Es braucht nicht immer den groben Einschnitt. Sobald wir es in der agilen Transformation schaffen auf Bestehendem aufzubauen, vermeiden wir Überforderung und damit auch Widerstände. Mitarbeiter schätzen es, wenn auch Bekanntes mit in die neue Welt kommen darf. Damit du diese sinnvollen bekannten Strukturen und Beispiele findest, empfehle ich dir diese Übung, die ich immer in meinen Beratungsprojekten einsetze.

Wie du als Agile Coach die Mitarbeiter im Wandel mitnimmst

In den letzten Wochen habe ich viele kostenlose Webinare rund um das Thema AGIL gegeben. Dabei haben mir die Teilnehmer immer wieder die Frage gestellt: „Wie viel Agilität verträgt unser Unternehmen eigentlich?“
Möglicherweise hast du dir diese Frage auch schon mal gestellt? Oder du stehst gerade vor der Herausforderung dein Unternehmen agiler zu machen? In meinem neuen Blogbeitrag „Warum Unternehmen Agile Coaches brauchen“ erkläre ich, warum es Agilität überhaupt braucht. Lies dich gleich mal ein.

Was – Also was – So was: Die Technik für den Wandel in Organisationen

Die Technik heißt „Was-Also was-So was“ und stammt aus dem Werkzeugkoffer der Liberating Structures. Dabei geht s um einen gemeinsamen Rückblick auf aktuelle und bestehende Entwicklungen, Beobachtungen und Fortschritte und Entscheidung über die notwendigen Anpassungen. Ziel ist ein gemeinsames Verständnis für Daten und Beobachtungen zu machen, ihnen gemeinsam eine Bedeutung zu geben und daraus Schlussfolgerungen für die nächsten Schritte abzuleiten.
Ja, diese Technik lässt sich in vielen Bereichen einsetzen, aber lass mich dir erklären wie du die Technik im Bereich der agilen Transformation nutzbringend einsetzen kannst.

1. Schritt: du kannst den Workshop in jeder Abteilung einzeln machen oder auch in einem heterogen zusammengesetzten Team. Diese Technik funktioniert auch in großen Teams mit bis zu 100 Personen gut. Nimm dir rund 1-1,5 Stunden Zeit.

2. Schritt: Beginne mit dem WAS. Fragen wie
In welchen Bereichen können wir schon Agilität beobachten? Wobei sind wir schon agil?

  • Welche Teams arbeiten bereits selbstorganisiert? In welchen Punkten sind wir schon selbstorganisiert?
  • Welche Bereiche / Strukturen dürfen nicht verändert werden?
  • Was können wir bereits beobachten, wenn es um Agilität geht?
  • Welche Bedenken, Ängste und Hindernisse sehen wir bereits?

Achte in diesem Schritt auf konkrete Beobachtungen und Daten. Vermutungen sind an dieser Stelle noch nicht erwünscht.

Jeder Teilnehmer notiert zunächst 1-2 Minuten lang seine eigenen Antworten. Danach bilde Kleingruppen von rund 4-6 Personen und lass diese 6-8 Minuten diskutieren und die herausstechendsten Faktoren auswählen. Diese sind auf Post-it festzuhalten und werden dann im Plenum geteilt.

3. Schritt: Gebt dem WAS nun eine Bedeutung und macht ein ALSO WAS daraus
Stelle Fragen wie

  • Wofür? Warum ist das wichtig?
  • Welche Muster und Schlussfolgerungen ergeben sich daraus?
  • Welche Hypothesen lassen sich daraus ableiten?

Die Vorgehensweise ist gleich wie im zweiten Schritt. Sammelt nun die herausstechendsten Antworten rund um die Bedeutung der gesammelten Beobachtungen.

4. Schritt: Nun gilt es das SO WAS abzuleiten – also welche Schritte setzt ihr nun
Stelle folgende Fragen in den Raum

  • Was nun? Welche Schritte sind zu setzen?
  • Welche Aktivitäten müssen wir setzen?
  • Was braucht es jetzt?

Auch hier gehe wieder wie in Schritt 2 und 3 vor.
Aus diesem Schritt ergeben sich konkrete Aktivitäten für den weiteren Verlauf der agilen Transformation. Du kannst diese Technik auch als eine Art Retrospektive anwenden, wenn du das Gefühl hast, dass euer Veränderungsprojekt kurz vor dem Scheitern steht.

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