Warum CPS – Creative Problem Solving – nicht nur eine Workshopmethode ist

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Warum CPS – Creative Problem Solving – nicht nur eine Workshopmethode ist

Creative Problem Solving (CPS) ist ein Allrounder und kann für nahezu jeden Innovationsprozess als Struktur angewandt werden. Dabei geht es nicht nur um ein Vorgehensmodell, sondern vielmehr auch um eine Denkhaltung. Warum CPS auch für Ihr Unternehmen eine wichtige Rolle spielen kann? Das erfahren Sie in diesem Blogbeitrag:

Creative Problem Solving (CPS) als Basis für Innovationsworkshops

CPS (kurz für Creative Problem Solving) wurde in den 50ern von Alex F. Osborn und Sidney J. Parnes  entwickelt und in den letzten Jahrzehnten von diversen Autoren weiterentwickelt und verfeinert. Es ist ein Allroundprozess, der für viele verschiedene Aufgabenstellungen eingesetzt werden kann.

Einsatz von Creative Problem Solving

CPS wendet man in Innovationsworkshops genauso gut an wie in kleineren Besprechungen, in denen Probleme zu lösen sind. Also immer dann, wenn Sie eine Aufgabenstellung, ein Problem (auch Challenge genannt) lösen sollen, empfehlen wir Ihnen CPS als Vorgehensmodell.

Was ist Creative Problem Solving?

„CPS beschreibt ein strukturiertes Vorgehensmodell zur kreativen Lösung erkannter und bekannter Probleme.“

Daher liegt die Hauptaufgabe von CPS in der Identifikation und Beschreibung eines Problems und dessen kreative Lösung. Dabei gibt CPS nicht nur ein Prozessmodell vor, sondern vermittelt auch eine kreative Haltung, die erforderlich ist.

Die Denkhaltung in CPS

Der Herzschlag von CPS ist die strikte Unterteilung in zwei Denkhaltungen – das divergente Denken und das konvergente Denken.

Die Prinzipien des divergenten Denkens

Das divergente Denken beschreibt eine offene Denkhaltung ohne Bewertung und Beurteilung. Dabei geht es um die Entwicklung kreativer Ideen – in hoher Anzahl. Diese Denkhaltung ist die Basis jeder Ideengenerierungsphase.

Folgende vier Prinzipien beschreiben divergentes Denken:

  1. Prinzip der aufgeschobenen Bewertung: Die Ideengenerierung wird strikt von der Bewertung getrennt
  2. Quantität vor Qualität: Die Ideengenerierung steht im Zeichen der Vielzahl.
  3. Ja, UND statt ja, ABER: Die Ideen anderer werde aufgegriffen, kombiniert und weiterentwickelt.
  4. Der Phantasie freien Lauf lassen: In der Ideengenerierung werden auch „undenkbare“ und außergewöhnliche Ideen zugelassen.

Die Prinzipien des konvergenten Denkens

Das konvergente Denken beschreibt die Phase der Bewertung. Jede Ideengenerierung sollte auch mit einer Bewertung abgeschlossen werden. Schließlich können nicht alle Ideen auch wirklich umgesetzt werden. Daher benötigt es eine Phase der kritischen, jedoch konstruktiv-kritischen, Beurteilung von Ideen.

Diese vier Prinzipien beschreiben konvergentes Denken:

  1. Prinzip der positiven Beurteilung: Sie überlegen welcher interessanter Aspekt hinter der Idee steckt.
  2. Prinzip der Ideenveredelung: Ideen werden als Rohdiamanten gesehen, die es zu veredeln gilt.
  3. Zielorientierung: Behalten Sie jederzeit Ziel und zu lösendes Problem im Auge.
  4. Neuheitsgrad: Lassen Sie auch neue, ungewöhnliche Ideen zu.

Bedeutung von divergentem und konvergentem Denken

In jedem Ideenworkshop – egal ob Sie TRIZ, Design Thinking oder andere Methoden anwenden, ist das Wechseln von divergentem und konvergentem Denken ausschlaggebend. Diese beiden Denkhaltungen sind wichtig und sollten sich abwechseln – vor allem um Innovationen zu entwickeln.

GrowFact zeigt wie wichtig divergentes und konvergentes Denken in der Entwicklung von Innovationen ist.

Zusammenspiel von divergentem und konvergentem Denken

Creative Problem Solving Prozessmodell

Das Prozessmodell von CPS ist klar strukturiert und unterteilt sich in 3 Hauptphasen:

  • Klarheit schaffen
  • Ideen entwickeln
  • Aktionen planen
Das Prozessmodell von Creative Problem Solving unterteilt sich in drei Phasen.

Prozessmodell nach Osborn und Parnes

Jede Phase beinhaltet dabei eine divergente und eine konvergente Denkphase. So werden sowohl in der Klarheit schaffen-Phase, wie auch in Ideen entwickeln und Aktionen planen, zunächst viele Antworten auf die jeweilige Fragestellung hin entwickelt. Bevor es dann in die nächste Phase geht, wird bewertet. So werden die vielversprechendsten Ideen immer wieder weiterentwickelt – bis hin zur konkreten Maßnahmenplanung.

Warum Creative Problem Solving

Viele Gründe sprechen für die Verwendung des Creative Problem Solvings.

  • CPS ist ein Allrounder: CPS kann für nahezu alle Problemstellungen im Unternehmen verwendet werden. Egal ob Sie neue Produkt-, Service- oder Marketingideen suchen, CPS gibt den Rahmen vor. Sie können damit auch Besprechungen planen – also CPS auch im kleinen Rahmen einsetzen.
  • CPS ist anpassungsfähig: Der große Vorteil ist, dass CPS keine Techniken vorgibt. CPS gibt lediglich einen Rahmen und eine Denkhaltung vor, jedoch liegt es an Ihnen die einzelnen Phasen zu befüllen. Die Verwendung von Kreativitätstechniken innerhalb der einzelnen drei Phasen, liegt an Ihnen und der eigentlichen Problemstellung. Sie können Techniken aus TRIZ, SCRUM, Design Thinking, trenDNA und viele mehr einsetzen.
  • CPS geht bis zur Aktion: CPS berücksichtigt auch die Konzeptionierung und Umsetzung von Ideen. Daher führt die Verwendung dieses Modells meist zu einer hohen Umsetzungswahrscheinlichkeit.
  • CPS berücksichtigt Zielvorgaben: Da in jeder einzelnen Phase auch wieder konvergentes Denken stattfindet, verlieren Sie die Zielsetzung nie aus den Augen.

So werden Sie zum CPS Spezialisten und Moderator

Als erstes Trainingsinstitut im deutschsprachigen Raum bieten wir eine fünftägige Ausbildung zum Zertifizierten Innovationsmoderator an. Diese Ausbildung schließt mit einem international anerkanntem Zertifikat – ausgestellt vom TÜV – ab. Der nächste Lehrgang findet vom 25.-29. Juni 2018 in Salzburg statt. Sichern Sie sich gleich Ihren Platz und melden Sie sich noch heute an.

Quellen:

Donald J. Treffinger (2005): Creative Problem Solving: An Introduction

Florian Rustler (2018): Denkwerkzeuge der Kreativität und Innovation