Design Thinking, AGILE, SCRUM und Co: Warum es egal ist welche agile Methode Sie im Unternehmen einführen – Teil 2

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Design Thinking, AGILE, SCRUM und Co: Warum es egal ist welche agile Methode Sie im Unternehmen einführen – Teil 2

Überall liest man Schlagworte wie Agilität, SCRUM, AGILE, Design Thinking, New Work… Aber was heißt das überhaupt? Und vor allem was heißt das für Ihr Unternehmen? Wie Sie für sich eine agile Organisation definieren, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

Im ersten Teil der Blogreihe „Design Thinking, AGILE, SCRUM und Co: Warum es egal ist welche agile Methode Sie im Unternehmen einführen“ haben wir darüber berichtet, dass viele Unternehmen sogenannte Digital Labs gründen um Agilität zu ermöglichen.

Unternehmen wie Lufthansa, Ottobock, Daimler oder Bosch gründen diese Labs um mit der Schnelllebigkeit und der steigenden Komplexität Schritt zu halten.

Kaum geht es um die Umsetzung der dort entwickelten Ideen, scheitern diese oftmals oder bringen nicht den gewünschten Erfolg.

Warum ist das so? Schließlich setzen diese Unternehmen agile Methoden wie SCRUM, AGILE oder Design Thinking ein. Sie lassen sich von Google, Facebook oder Apple inspirieren und übernehmen deren Vorgehensweise.

Kulturwandel beginnt mit der richtigen Vorbereitung

In meinen Beratungsprojekten stoße ich immer wieder auf das selbe Problem. Unternehmen schicken Mitarbeiter ins Silicon Valley oder nach Berlin um die Startup Szene kennenzulernen. Schließlich sagt man Startups nach agil und innovativ zu sein.

Diese Konzepte werden dann oftmals 1:1 übernommen, indem ein Inkubator oder Innovationslabor gegründet wird. Das muss doch funktionieren, denken sich an dieser Stelle viele. Doch das tut es nicht, weil einige wesentliche Punkte im Vorfeld nicht berücksichtigt wurden.

Kulturwandel – Aber WIE und WARUM?

Um den Kulturwandel gut vorzubereiten, benötigen Sie vier konkrete Fragestellungen:

1.) Was bedeutet Agilität für uns?

Bevor Sie damit starten agiler zu werden, sollten Sie für Ihr Unternehmen klären, was Agilität überhaupt bedeutet. Agilität wird für ein Nonprofit Unternehmen vielleicht eine andere Bedeutung haben, als für einen Industriebetrieb. Für einen produzierenden Betrieb wird Agilität etwas Anderes bedeuten, als für einen Dienstleister.

Viele Projekte scheitern aufgrund von Ängsten. Ängste wiederum entstehen durch Ungewissheit. Je weniger wir über etwas wissen, desto mehr müssen wir unsere Komfortzone verlassen. Daher empfehle ich in meinen Beratungen immer den Begriff zunächst zu klären.

Vergessen Sie dabei jedoch nicht die einzelnen Abteilungen. Auch Ihre Buchhaltungsabteilung kann agiler arbeiten. Das muss geklärt werden. Welchen Beitrag und welche Definition hat jeder einzelne Unternehmensbereich?

2.) Wie sieht unser agiles Unternehmen aus?

In meinen Beratungen kommt an dieser Stelle immer Lego in Einsatz. Mit Lego lassen sich Visionen und Zukunftsbilder in Teams hervorragend bauen. So ein Zielbild sollte jedes Unternehmen zum Start eines Kulturwandels für sich bauen.

Stellen Sie sich dabei die Frage:

Wie sieht unser agiles Unternehmen aus? Wie agieren wir? Wie arbeiten wir? Wo sind unsere Mitarbeiter?

3.) Was treibt uns an agiler zu werden?

Mit der Frage „Was treibt uns an agiler zu werden?“ identifizieren Sie Ihre Motivatoren und Antreiber. Sie sollten auf keinen Fall agiler werden wollen, weil es halt jeder macht, oder der Kunde es fordert.

Suchen Sie sich Ihre eigenen Motivatoren. Was treibt Sie an? Was motiviert Sie Ihr unter Punkt 2 definiertes Zielbild zu erreichen?

Diese Motivatoren brauchen Sie vor allem in stürmischen Zeiten. Ihre Motivatoren werden Sie durchführen und Ihnen immer wieder neuen Antrieb geben.

Wichtig ist in diesem Punkt die Motivation für jeden zu klären. Stellen Sie diese Frage also nicht nur auf Organisationsebene, sondern auch Ihren Führungskräften und Mitarbeitern.

Machen Sie Ihre Mitarbeiter so zu Beteiligten und nicht zu Betroffenen.

4.) Welche Stolpersteine könnten uns auf dem Weg zum agilen Unternehmen behindern?

Unternehmen, die ich berate arbeiten schon früh an möglichen Hindernissen und Ängsten. So sollten auch Sie bereits in der Vorbereitung mit Mitarbeitern und Führungskräften ins Gespräch kommen. Sammeln Sie mögliche Hindernisse und Stolpersteine.

Stellen Sie immer wieder die Frage: Welche Ängste könnten zwischen jetzt und unserem agilen Zielbild liegen? Welche Stolpersteine sollten wir berücksichtigen?

Sobald Sie diese gesammelt und priorisiert haben, können Sie sich im Vorfeld bereits überlegen welche Gegenmaßnahmen Sie setzen können. Auch hier helfen Ihnen die Mitarbeiter sicher. Fragen Sie konkret was sie brauchen um diese Angst zu besiegen.

Kulturwandel – Starten Sie gleich

Mit diesen vier Fragen haben Sie die Menschen im Unternehmen bereits zu Beginn eingebunden. Noch mehr Maßnahmen dazu finden Sie in unserem dritten Beitrag.

Wir begleiten Sie auf Ihrem Weg zur neuen Kultur

Hier eine Übersicht der Artikel zur Blogreihe: “Design Thinking, SCRUM, AGILE und Co: Warum es egal ist welche agile Methode Sie einführen”

Teil 1: Allgemeine Gedanken

Teil 2: Die Vorbereitung

Teil 3: Mensch schlägt Methode

Teil 4: Passgenaue Konzepte

Teil 5: Eine Zusammenfassung